remberg Studie 2026
Was kostet (dich) deine Instandhaltung?
Über die Menschen, die Anlagen am Laufen halten.

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Instandhalter befragt
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Branchenevents
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Erkentnisse
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direct quotes
Die wichtigsten Erkenntnisse
Vier Zahlen über die Menschen hinter der Instandhaltung
Aus persönlichen Gesprächen mit Instandhaltern auf Branchenevents 2026.
Wertschätzung
fällt selten auf.
Schichtarbeit
Sozialleben und Schlaf.
Stresstreiber
Bürokratie und Zeitdruck.
Stolz trotz Belastung
Belastung erwarten lässt.
Über diese Studie
Im Februar und März 2026 waren wir auf drei Branchenevents in Dortmund, Göteborg und Antwerpen. Dort haben wir mit 123 Instandhaltern und Maintenance-Verantwortlichen gesprochen. Wir wollten wissen, was euch dieser Job kostet, operativ und menschlich.
Was wir an den Ständen gehört haben, hat uns überrascht. Nicht so sehr in den Zahlen, sondern in der Art, wie die Leute davon erzählt haben. Diese Studie ist unser Versuch, beides zusammenzubringen: die Daten und die Stimmen.

Marketing Managerin remberg
Schön, dass wir uns getroffen haben
Danke an alle, die bei uns am Stand vorbeigeschaut haben.
Ohne euch gäbe es diese Studie nicht. Bis zum nächsten Mal!














Kapitel 1
Was Instandhaltung menschlich kostet
Wertschätzung, Schichtarbeit und das, was am Sonntagabend bleibt.
Schichtarbeit: Was kostet sie dich wirklich?
40% sehen sich eher gebraucht als gesehen. Klare Wertschätzung geben nur 33% an.
In keinem Quartalsbericht taucht diese Zahl auf. Sie prägt trotzdem jede Personalplanung in der Branche. Sie erklärt, warum Instandhaltung seit Jahren um Nachwuchs ringt. Mit Software lässt sich daran wenig ändern.
„Diese Antwort kam an den Ständen oft erst nach einem Moment des Schweigens. Niemand war überrascht über das eigene Gefühl, aber viele schienen es das erste Mal in einem Satz auszusprechen."
Schichtarbeit: Was kostet sie dich wirklich?
Schichtarbeit hat Folgen. 43 Prozent sagen, ihre Gesundheit leidet. 42 Prozent ihr Sozialleben. 33 Prozent ihr Schlaf. Selten kommt eine Belastung allein.
Wann hast du zuletzt wirklich abgeschaltet?
Wer abschalten will, schafft das selten. Nur 38 Prozent sagen, sie hätten heute abgeschaltet. Bei einem Drittel liegt es Wochen zurück oder lässt sich kaum noch sagen. Sonntagabends bleibt die Anlage im Kopf, auch wenn die Halle leer ist.
„[Meine Kinder] sollen was Besseres lernen."
Kapitel 2
Was Instandhaltung operativ kostet
Frequenz, Stresstreiber und die Frage, wer die Kosten wirklich kennt.
Wie oft denkst du während der Arbeit: 'Das hätte schiefgehen können'?
Störungen gehören zum Alltag. Knapp zwei Drittel erleben sie mindestens wöchentlich. Für 30 Prozent ist der Feuerwehrmodus tägliche Realität.
Was ist der größte Stressfaktor in deinem Arbeitsalltag?
Es gibt nicht den einen Stresstreiber. Personalmangel, Bürokratie und Zeitdruck liegen praktisch gleichauf: 56, 55 und 54 Prozent. Sie verstärken sich gegenseitig.
Drei der vier Top-Stressoren sind organisatorisch: Personalmangel, Bürokratie, Zeitdruck. Technik kommt mit 32 Prozent erst danach. Die größten Belastungen entstehen nicht an der Maschine, sondern davor und daneben.
„[Die Arbeit ist] unstrukturiert."
Kapitel 3
Trotzdem würden 68% den Job weiterempfehlen
Die Belastung ist hoch, der Stolz auf den Beruf auch.
68% sagen ja
Auch unter denen, die sich “nur gebraucht” fühlen, sind es 67%. Die Bindung an den Beruf hängt nicht an der Wertschätzung von außen.
Das Problem liegt also nicht beim Beruf. Es liegt an seiner Sichtbarkeit. Von außen wird Instandhaltung kaum gesehen, von innen kaum gemessen. Das Erste lässt sich nicht über Nacht ändern. Das Zweite schon.
„Was mich am meisten beeindruckt hat: Wie viele am Ende sagten, sie würden den Beruf trotzdem empfehlen. Das klang nicht trotzig, sondern überzeugt."
Ein zweites Signal verstärkt das. 38 Prozent wünschen sich „unbedingt" eine Community von Instandhaltern. Weitere 46 Prozent finden, es wäre nett. Nur 14 Prozent brauchen das nicht. Wer diesen Beruf macht, sucht den Austausch mit Gleichgesinnten. Die Identität ist stark. Was fehlt, ist Sichtbarkeit nach außen.
Zur Methodik
Im Februar und März 2026 hat Franziska Rummel auf drei Branchenevents in Dortmund, Göteborg und Antwerpen 123 Instandhalter und Maintenance-Verantwortliche befragt. Länderverteilung: 62 Prozent Deutschland, 34 Prozent Niederlande und Schweden, 4 Prozent UK und Frankreich. Branchen: 24 Prozent Chemie, je 10 Prozent Lebensmittel, Energie und Automotive, der Rest verteilt auf mehrere Industrien. Die Befragten haben sich an den Event-Ständen freiwillig gemeldet, die Stichprobe ist nicht quotiert. Sie ist damit nicht repräsentativ für die Gesamtbranche. Sie zeigt aber, wie Instandhalter, die sich für ihre Branche interessieren, ihre Lage beschreiben.
