Walter Gott
Eiskalt umgestellt: mitten in der Hochsaison
Bei der Firma Walter Gott laufen Wartungen, Störungen und Fremdfirmen-Termine heute in remberg zusammen. So arbeitet das vierköpfige Technikteam mit einem gemeinsamen Stand zu allen Anlagen.
- Unternehmen Walter Gott Produktion
- Branche Lebensmittel, Tiefkühlhandel und Logistik
- Standort Wuppertal

Herausforderung
- Störungen kamen handschriftlich, telefonisch oder per Zuruf an
- Beim Eintreffen des Technikers war der Fehler teilweise nicht mehr nachvollziehbar
- Das Team brauchte einen gemeinsamen Überblick über Anlagen, Termine und offene Aufgaben
Resultat
- Alle vier Techniker arbeiten mit demselben Stand in remberg
- Rund anderthalb Wochen Vorbereitung des Anlagenstamms, danach Start im System
- Störungen als dokumentierte Aufträge mit Fotos an der Anlage
- Positives Feedback im IFS-Audit zur Instandhaltungsdokumentation

Mehr Transparenz für eine bessere Fehlerdiagnose
Die Firma Walter Gott produziert am Standort Wuppertal Nutzeis. Das vierköpfige Technikteam betreut neben Kälteanlagen und Eisproduktion auch Verpackungsmaschinen, Förderbänder, Flurförderfahrzeuge, Tore und Türen. Tim Rode plant als Industriemeister die anstehenden Arbeiten, unterstützt an den Anlagen und koordiniert externe Fachfirmen.
Störungen kamen früher handschriftlich, telefonisch oder persönlich im Büro an. Stand eine Anlage, gab ein Produktionsmitarbeiter Bescheid und jemand aus dem Technikteam ging hinaus. Bis der Techniker an der Maschine eintraf, war der Fehler teilweise nicht mehr nachvollziehbar. Eine unvollständige Beschreibung erschwerte dann die Diagnose.
Dazu kommt die Sprache. Viele Maschinenbediener sprechen nur wenig Deutsch, die Beschreibung einer Störung entsteht deshalb oft gemeinsam. „Wir versuchen mit ihnen zusammen den Fehler über Google Translate zu übersetzen, damit wir eine bessere Fehlerdiagnostik machen können“, sagt Tim Rode. Das kostet Zeit an der Anlage, und es hilft nur dort, wo der Fehler überhaupt noch sichtbar ist.
Auch Wartungen und Fremdfirmen-Einsätze mussten im Blick bleiben. Da sich nicht jede Arbeit mit dem eigenen Team erledigen lässt, gehört es zu Tim Rodes Woche, externe Firmen rechtzeitig einzuplanen. Dafür brauchte das Team einen gemeinsamen Überblick über Anlagen, Termine und offene Aufgaben.
Früher kamen Störungen handschriftlich oder per Zuruf bei uns an. Heute sehen wir gemeinsam in remberg, welche Aufgaben ausstehen und welche Aufgaben an der Anlage erledigt wurden.
Übersichtlich im Alltag, passend zum tatsächlichen Bedarf
Als Tim Rode zu der Firma Walter Gott kam, war bereits eine Instandhaltungssoftware im Einsatz. Nach einigen Wochen stand für ihn fest, dass das Team eine übersichtlichere Lösung für die tägliche Arbeit brauchte. Die Geschäftsführung stimmte der Suche zu.
Nach dem Vergleich mehrerer Lösungen sah sich das Team remberg auf der Fachmesse maintenance genauer an. Ausschlaggebend waren die einfache Bedienung und ein Lizenzmodell, das sich am aktuellen Bedarf orientierte, ohne eine große Einmalinvestition vorauszusetzen. Damit konnte die Firma Walter Gott am Standort Wuppertal mit dem bestehenden Technikteam starten. Für zusätzlichen Zeitdruck sorgte das bevorstehende IFS-Audit: Bis dahin sollte die neue Instandhaltungslösung im Einsatz sein.
Rund anderthalb Wochen für die Vorbereitung des Anlagenstamms
Tim Rode übertrug den Anlagenbestand aus dem Altsystem in eine Excel-Vorlage von remberg. Viele Daten ließen sich übernehmen und neu anordnen, fehlende Anlagen ergänzte er. Nach rund anderthalb Wochen war die Datei für den Import vorbereitet.
Direkt nach dem Upload begann das Team mit der Arbeit in remberg. Tim Rode zeigte seinen Kollegen die wichtigsten Abläufe. Anschließend präzisierten die Techniker die Anlagenstruktur für ihre jeweiligen Bereiche selbst. Zuordnungen, die sich erst im laufenden Betrieb zeigten, passte das Team nach dem Start an. So entstand die Struktur nicht losgelöst vom Alltag, sondern während der tatsächlichen Nutzung.
„Das funktioniert ganz gut über das Help Center, wo man sich die Software auch alleine erklären kann“, sagt Tim Rode.
Der Wechsel fiel mitten in die Hochsaison der Eisproduktion. Die Firma Walter Gott setzte ihn trotzdem zu diesem Zeitpunkt um, weil das Audit näher rückte.
Ein gemeinsamer Ablauf für Wartungen und Störungen
Die Woche planen. Zu Wochenbeginn prüft das Technikteam in remberg, welche Wartungen anstehen, was bereits geplant ist und welche Aufgaben noch offen sind. Daraus ergibt sich, was die eigenen Techniker übernehmen und wofür eine Fremdfirma benötigt wird. Anstehende Termine kommen damit aus dem System und müssen nicht allein im Gedächtnis bleiben.
Störungen dokumentieren. Hat eine Anlage eine Störung, erstellt das Team einen Auftrag, ergänzt Fotos und dokumentiert die ausgeführten Arbeiten. Dadurch bleibt an der Anlage nachvollziehbar, was passiert ist und wie der Fehler bearbeitet wurde.
Informationen an der Anlage bündeln. Offene und erledigte Aufgaben, Störungsbilder und die Historie der Anlage stehen in derselben Struktur. Alle vier Techniker arbeiten darin und pflegen die Anlagen ihres Verantwortungsbereichs.
Eingesetzte Funktionen: Anlagenstruktur, Wartungsplanung, Aufträge, Meldungen und Fotodokumentation an der Anlage.

Die Kennzahlen
Erfolgreiche Umstellung
mitten in der Hochsaison der Eisproduktion
Rund anderthalb Wochen
für die Vorbereitung des Anlagenstamms aus dem Altsystem, danach startete die Arbeit in remberg
Positives Feedback im IFS-Audit
zur Übersicht und Nachvollziehbarkeit der Dokumentation

Was sich nach knapp zwei Monaten bereits zeigt
Alle vier Techniker arbeiten mit demselben Stand
Aus handschriftlichen Meldungen und mündlichen Zurufen entsteht heute ein dokumentierter Auftrag in remberg. Dort sieht das Team, was geplant, offen oder bereits erledigt ist. Fotos halten fest, was bei der letzten Störung an der Anlage sichtbar war. Weil jeder Techniker seinen Bereich im System pflegt, ist der aktuelle Stand nicht mehr nur dort verfügbar, wo eine Meldung ursprünglich angekommen ist.
Auch die Fremdfirmenplanung baut auf diesem gemeinsamen Stand auf. Fällige Wartungen zeigen Tim Rode, welche externen Fachfirmen er rechtzeitig einplanen muss. So verbindet remberg die tägliche Aufgabenübersicht mit der vorausschauenden Koordination.
Die Dokumentation erhielt positives Feedback im IFS-Audit
Knapp zwei Monate nach dem Start stellte das Team seine Instandhaltungsdokumentation im IFS-Audit vor. Dafür hatte die Firma Walter Gott Arbeitsanweisungen digitalisiert, Unterlagen den jeweiligen Anlagen zugeordnet und Störungen mit Bildern hinterlegt. Statt Ordner zusammenzutragen, zeigte das Team am Bildschirm, welche Arbeiten und Ereignisse an einer Anlage dokumentiert waren.
„Während der Vorstellung von remberg und wie wir es in Zukunft einsetzen möchten, gab es durchweg positives Feedback. Er fand die Aufmachung sehr übersichtlich“, berichtet Tim Rode. Besonders positiv bewertete der Auditor laut seiner Schilderung die klare Gliederung der Aufträge und die Nachvollziehbarkeit von Veränderungen und Ergänzungen.
Fehler bleiben nachvollziehbar, auch wenn sie nicht mehr sichtbar sind
Ein erster Test mit der digitalen Meldung durch einen Maschinenbediener zeigte das Potenzial für die Fehlerdiagnose: Der Mitarbeiter beschrieb die Störung über ein Smartphone, das Technikteam erzeugte daraus einen Auftrag. Als der Fehler beim Eintreffen nicht mehr sichtbar war, lag die ursprüngliche Beschreibung trotzdem vor.
„Wir konnten den Fehler viel besser analysieren, obwohl er nicht mehr sichtbar war“, sagt Tim Rode. Der Meldeweg wurde zu diesem Zeitpunkt zunächst mit einem Mitarbeiter getestet. Die dokumentierte Störung bleibt anschließend mit der Anlage verknüpft. Bei späteren Rückfragen zu einem Produktionszeitraum kann das Team dadurch nachvollziehen, welche Störung an der betreffenden Anlage gemeldet wurde.
Nach knapp zwei Monaten Einsatz lässt sich noch nicht beziffern, wie viel Zeit die Firma Walter Gott durch remberg einspart. Die Veränderung im Ablauf ist dennoch sichtbar: Das Technikteam überführt die Störmeldung in einen dokumentierten Auftrag, hält die Bearbeitung an der Anlage fest und plant auf Grundlage eines gemeinsamen Stands. Das positive Feedback im IFS-Audit zeigt zusätzlich, dass diese Struktur nicht nur im Tagesgeschäft, sondern auch für die Nachweisführung relevant ist.
Auf die Frage, woran er einen erfolgreichen Arbeitstag erkennt, antwortet Tim Rode: „Wenn ich keine Meldungen in remberg mehr offen habe und die geplanten Aufgaben abarbeiten konnte, war es ein erfolgreicher Arbeitstag.“