Instandhaltung Audit: Was Auditoren prüfen & wie du jederzeit bestehst

Nicolas Sartor
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Content Marketing Lead
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Audits entscheiden sich nicht in Diskussionen. Sie entscheiden sich darin, wie schnell und sauber du Informationen belegen kannst.

Wenn der Auditor vor der Tür steht, zählt keine gute Absicht. Kein "Das haben wir gemacht, aber nicht dokumentiert." Kein "Das müsste irgendwo in dem Ordner sein." Was zählt, sind Fakten – nachvollziehbar, auffindbar, belegbar.

Das Frustrierende daran: Die meisten Instandhaltungsteams machen ihre Arbeit gut. Die Wartungen laufen, die Anlagen funktionieren, die Techniker wissen, was sie tun. Aber wenn es darum geht, das alles zu beweisen, wird es eng.

In Gesprächen mit Instandhaltungsleitern hören wir regelmäßig denselben Satz: "Nicht die Wartung ist das Problem – sondern der Nachweis."

Und die Zahlen bestätigen das. Der remberg Instandhaltungsreport 2025 zeigt: 43 % der Betriebe organisieren ihre Instandhaltung noch mit Excel, 28 % sogar mit Papier – und fast die Hälfte gibt an, dass ihre aktuellen Tools sie im Alltag ausbremsen. Besonders bei Audits.

Die Folge beschrieb ein Instandhaltungsleiter in einem Gespräch mit uns so:

"Wir werden dreimal im Jahr kontrolliert von irgendwem, sei es eine Zertifizierung, sei es eine Behörde – und die Kollegen stehen dreimal im Jahr da und machen für vier Monate rückwirkend ihre Häkchen."

Christoph Funken, Instandhaltungsberater bei der Menger Group, kennt dieses Muster aus seiner Beratungspraxis:

In der Praxis scheitern Unternehmen selten an der Technik, sondern an der Dokumentation. Häufig sind Nachweise unvollständig, nicht versioniert oder schwer auffindbar. Verantwortlichkeiten sind unklar geregelt und wichtiges Anlagenwissen steckt in einzelnen Köpfen. Im Alltag funktionieren Prozesse zwar – im Audit fehlt jedoch die lückenlose Nachweiskette. Dann gilt: Was nicht nachvollziehbar dokumentiert ist, gilt als nicht gemacht.

Christoph Funken, Instandhaltungsberater
Christoph Funken
Instandhaltungsberater bei der Menger Group

Interaktiver Test: Ist deine Instandhaltung auditfähig?

Die 6 Prüfbereiche: Worauf Auditoren achten

Unabhängig von Branche oder Standard folgen Audits ähnlichen Mustern. Auditoren prüfen nicht nur, ob etwas getan wurde, sondern wie nachvollziehbar es belegt werden kann. Hier sind die sechs Bereiche, die immer wieder geprüft werden.

1. Lebenslaufakte je Anlage

Auditoren wollen die komplette Historie einer Anlage sehen: Wartungen, Störungen, Reparaturen, Prüfungen – chronologisch und lückenlos. Die Frage ist nicht "Haben Sie gewartet?" sondern "Zeigen Sie mir alles, was an Anlage XY in den letzten zwei Jahren passiert ist."

In remberg hat jedes Asset seine eigene digitale Lebenslaufakte – auch Maschinenakte genannt. Alle Ereignisse an einem Ort, jederzeit abrufbar, durchsuchbar und exportierbar.

2. Nachweise zu Stichtagen

Für einen bestimmten Tag X müssen Prüfprotokolle, Checklisten und Reports schnell auffindbar sein. "Schnell" heißt: in Minuten, nicht in Stunden. Wenn der Auditor nach dem Wartungsprotokoll vom 15. März fragt und du 20 Minuten im Archiv suchst, ist das keine gute Ausgangslage.

Mit remberg filtert man nach Datum und Anlage – ein Kunde beschreibt, dass der Audit-Log in unter drei Minuten steht, inklusive aller relevanten Protokolle.

3. Rückverfolgbarkeit (Audit Trail)

Wer hat was wann gemacht? Wer hat etwas geändert, wer hat es freigegeben? Ein lückenloser Audit-Trail ist keine Kür, sondern Pflicht – besonders bei Änderungen an Stammdaten, Prüfintervallen oder Freigabeprozessen.

remberg protokolliert automatisch alle Änderungen. Revisionssichere Dokumentation ohne manuellen Aufwand.

4. Einhaltung von Intervallen und Pflichten

Geplante Wartungen und gesetzliche Prüfungen dürfen nicht vergessen werden. Auch nicht bei Personalwechsel, Urlaubszeiten oder Produktionsdruck. Auditoren prüfen, ob Intervalle eingehalten wurden – und ob es ein System gibt, das sicherstellt, dass sie auch künftig eingehalten werden.

remberg bietet automatische Erinnerungen und Eskalationen über die vorbeugende Instandhaltung – damit kein Termin durchrutscht.

5. Kritikalität und Risiko

Kritische Anlagen und Ersatzteile müssen klar gekennzeichnet und priorisiert sein – nicht nur im Kopf des Lageristen, sondern dokumentiert. Eine Kritikalitätsbewertung nach FMEA, ABC-Analyse oder eigenem Schema zeigt dem Auditor, dass Risiken systematisch gemanagt werden.

6. Zugriff und Sicherheit

Rollen, Rechte und Datenschutz fließen zunehmend in Audits ein. Wer darf was sehen und ändern? Wie sind sensible Daten geschützt? DSGVO-Konformität ist Grundvoraussetzung. Je nach Branche kommen ISO 27001, NIS2 oder branchenspezifische Regularien wie FDA 21 CFR Part 11 hinzu.

remberg bietet rollenbasierte Zugriffssteuerung, wird in Deutschland gehostet und ist DSGVO-konform und ISO-27001-ready.

Normen & Standards: Was für dein Audit relevant ist

Die Grundprinzipien der Auditfähigkeit gelten überall. Aber je nach Branche und Standard verschiebt sich der Fokus. Christoph Funken beobachtet diese Entwicklung:

Die Anforderungen an die technische Dokumentation und Audit-Nachweise sind deutlich gestiegen. Statt Ordnern und Einzellösungen werden heute digitale, versionierte und jederzeit nachvollziehbare Dokumentationssysteme erwartet. Auditoren prüfen nicht nur, ob Prozesse existieren, sondern ob sie wirksam gesteuert und dokumentiert werden. Dokumentation wird damit zunehmend zum zentralen Steuerungsinstrument für einen sicheren und rechtskonformen Anlagenbetrieb.

Christoph Funken, Instandhaltungsberater
Christoph Funken
Instandhaltungsberater bei der Menger Group

Hier ein Überblick, welche Standards für die Instandhaltung relevant sind – und was sie konkret fordern:

Norm / Standard Branche Was sie für die Instandhaltung fordert
ISO 9001 Branchenübergreifend Dokumentierte Nachweise über die Wirksamkeit des QM-Systems. Wartungsprotokolle, Intervallnachweise, dokumentierte Verantwortlichkeiten.
ISO 55001 Asset-intensive Industrien Nachweise über den gesamten Asset-Lebenszyklus – von Beschaffung über Betrieb bis Außerbetriebnahme.
IATF 16949 Automotive Lückenlose Traceability. Verbindung zwischen Wartungsmaßnahme und Produktionscharge muss nachvollziehbar sein.
GMP / FDA 21 CFR Part 11 Pharma Elektronische Aufzeichnungen mit elektronischen Signaturen. Jede Änderung begründet und genehmigt. Höchste Anforderungen an Audit-Trail.
BetrSichV Deutschland, alle Branchen Betreiber muss nachweisen, dass alle überwachungsbedürftigen Anlagen regelmäßig geprüft und gewartet werden.
DSGVO EU-weit Rollenbasierte Zugriffssteuerung, Protokollierung von Datenzugriffen, Datenverarbeitung in der EU.
ISO 27001 / NIS2 Kritische Infrastrukturen Verschlüsselte Datenübertragung, sichere Authentifizierung (SSO, 2FA), dokumentierte Sicherheitsmaßnahmen.

Der gemeinsame Nenner: Alle Standards verlangen nachvollziehbare, vollständige und revisionssichere Aufzeichnungen. Jeder Eintrag muss einem Verantwortlichen zugeordnet sein. Änderungen müssen protokolliert werden. Aufbewahrungsfristen müssen eingehalten werden.

Was passiert, wenn diese Anforderungen nicht erfüllt sind? → Fehlende Wartungsdokumentation: Risiken, Haftung & was jetzt zu tun ist

Wie du dich auf Audits vorbereiten kannst? → Audit-Vorbereitung Instandhaltung: In 5 Schritten von Panik zur Routine

Wie ein Audit mit remberg aussieht

Wie sich das in der Praxis "anfühlt", zeigt dieses Video. Kathi aus unserem Customer Success Team geht die remberg Software aus Sicht einer Auditorin durch – Schritt für Schritt, von der Anlagenübersicht bis zum Stichtagsnachweis.

Der Unterschied: Stunden vs. Minuten

In Gesprächen mit Instandhaltungsteams zeigt sich ein klares Muster:

Ohne digitale Lösung Mit digitaler Lösung
Audit-Vorbereitung Mehrere Stunden bis 1–2 Tage Audit-Log in ~5 Minuten abrufbar
Einzelnes Protokoll finden Mehrere Minuten + Rückfragen bei Kollegen 10–60 Sekunden (direkt am Asset)
Nach dem Audit Die Woche nach dem Audit muss nachgearbeitet werden Kaum Nacharbeit nötig

Christian Texter, Werkleiter bei Meguin Mineralölwerke, berichtet von einer Audit-Vorbereitung in Stunden statt Tagen, weil in remberg alle Lieferanten- und Produktnachweise zentral digital vorliegen. Die Dokumentationszeit sank um bis zu 90 %.

Michael Faber, CAD/CAM-Programmierer bei W. Gessmann GmbH, bringt es auf den Punkt: "Instandhaltungssoftware macht nicht nur die Arbeit im Team einfacher, sondern hat auch externe Auditoren begeistert. Das ist für uns ein wesentlicher Baustein, um den Aufwand bei Lieferantenaudits zu vereinfachen und Abläufe zu beschleunigen."

Mit remberg findest du alles rund um eine Anlage direkt auf einen Blick.

Was diesen Unterschied möglich macht

Moderne Instandhaltungssoftware wie remberg verändert nicht die Wartung selbst. Sie verändert, wie Wartungen dokumentiert werden. Der Nachweis entsteht dort, wo die Arbeit passiert.

Das funktioniert über vier Mechanismen:

Digitale Lebenslaufakte. Alle Informationen zu einer Anlage an einem Ort: Wartungshistorie, Prüfberichte, Störungsmeldungen, Ersatzteile. Der Auditor fragt nach Pumpe 47? Ein Klick, alles da.

Integrierte Dokumentation. Wenn der Techniker einen Arbeitsauftrag abschließt, dokumentiert er gleichzeitig. Checklisten werden abgehakt, Fotos hochgeladen, Zeiten erfasst – alles im selben Workflow, nicht danach.

Automatischer Audit-Trail. Wer hat wann was gemacht oder geändert? Das System protokolliert automatisch. Keine manuelle Pflege, kein Risiko, dass Einträge fehlen.

Mobile Erfassung. Die mobile App von remberg ermöglicht Dokumentation direkt an der Anlage, auch offline. Einfach genug, dass sie tatsächlich genutzt wird.

Störfälle werden ganz einfach mobil gemeldet.

Auditfähigkeit ist kein Projekt, sondern ein Ergebnis

Auditfähigkeit ist kein Zustand, den man vor dem Audit herstellt. Es ist das Ergebnis von Prozessen, die im Alltag funktionieren.

Christoph Funken bringt den Unterschied auf den Punkt:

Unternehmen, die Audits souverän bestehen, sind jederzeit auditfähig. Sie haben klare Prozesse, definierte Verantwortlichkeiten und eine zentrale, aktuelle Dokumentation. Auditvorbereitung ist dort kein kurzfristiges Projekt, sondern Teil des laufenden Betriebs. Unternehmen im Krisenmodus beginnen dagegen erst kurz vor dem Audit mit der Suche nach Dokumenten und sind stark von einzelnen Schlüsselpersonen abhängig.

Christoph Funken, Instandhaltungsberater
Christoph Funken
Instandhaltungsberater bei der Menger Group

Auditfähigkeit in der Instandhaltung bedeutet, dass alle wartungs- und prüfrelevanten Nachweise pro Anlage jederzeit vollständig, nachvollziehbar und revisionssicher abrufbar sind.

Das ist kein Zusatzaufwand. Es ist die Grundlage für eine Instandhaltung, die nicht nur funktioniert, sondern das auch belegen kann. Und wenn der nächste Auditor vor der Tür steht, ist das keine Prüfung mehr, vor der du dich wappnen musst – sondern eine Gelegenheit zu zeigen, wie professionell dein Team arbeitet.

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